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Am regnerischen morgen des 2. November um 6 mussten wir in Oppin aufstehen. In
einer zügigen Autobahnfahrt ging es erst mal gen Berlin. Unterwegs wurde der
Regen aus den Stratuswolken (aufliegend) zusehends heftiger. Bei Dessau kam es
uns vor, als ob wir in einen Tunnel fuhren. (Wir waren doch nicht Richtung
Westen unterwegs, oder?!)
 So
gegen Viertel nach neun also sind wir über den kürzesten (aber nicht
schnellsten) Weg am Potsdamer Platz angelangt, wo die Gemütlichkeit eines Mc D.
auf uns wartete. Doch einige (...) von uns wollten schon zum Eröffnungsvortrag,
der um 10 beginnen sollte, im „Haus am Kölnischen Park“ sein. Doch die
Parkplatzsituation meinte es nicht allzu gut. Vor dem Kongresshaus standen auf
der noch nassen Straße drei Segler, einer davon mit Motor und einem Preis von
ca. 250.000 €. Drinnen bekam man für 10 € einen Ansteck-Button, der den
Eintritt ermöglichen sollte. Der erste Vortrag über das Perlan-Projekt Steve Fossets war
wie die meisten folgenden Referate mehr als gut besucht. Doch hätte man diesen,
wenn er einsprachig gehalten worden wäre, um mehr als die Hälfte komprimieren
können – und Klaus Ohlmann versuchte mich von meinem Sitzplatz (einer
Treppenstufe) zu drängeln um diesen heißbegehrten Platz für sich zu
beanspruchen. Gegen Mittag – Steffen bekam auch schon Hunger – machten wir uns
auf den Weg zum Alex. Angesichts der Menschenschlange vorm Fernsehturm
erübrigte sich die Entscheidungsfrage, ob wir dort oben essen wollten. So
frühstückten wir bei einem Edelbäcker im Bahnhof. In Berlin war nun auch
herrliches Wetter geworden. Nachmittags trafen wir uns dann zwischen den
einzelnen Vorträgen immer wieder in der kongresshauseigenen Kantine.
 Für
den Abend war eine „Après-fly-Party“ in einem Club direkt an der Spree
veranschlagt. Wir hielten uns jedoch etwas länger im Haus am Kölnischen Park
auf. Zuerst hatten wir noch Glück, mit auf den drei-viertelstündig verkehrenden
Spree-Shuttle-Kahn zu kommen. Doch im Club war es so schon so voll, dass vom Büffet - "First
come, first served" nichts mehr sichtbar war. Für uns hieß es dann wohl „Last
come, suckers pay off“!
Der Plan
für die letzten Stunden des Tages war: irgendwo irgendwas gutes essen. Uwes
Vorschlag war, auf den Ku’damm zu fahren, weil es dort doch wohl ganz sicher
ein Schnellrestaurant gibt. So befanden wir uns gegen 10 in einem Pizza Hut in der Nähe des Zoos. Nach einer guten Stunde
hatte dort jeder, was er wollte. Ich wollte nichts – und freute mich, wie sich
Ria, Uwe, Zache, Susanne, Seb und Steffen je eine (mehr oder weniger) große
Pizza zuerst mit Genuss verspeisten, später aber reinquälten.
 Auf der U-Bahn-Fahrt
zurück zu den Autos fiel mir auf, dass ich nicht der einzige völlig müde Mensch
im Wagon war. Die Scheiben von Rias und Uwes Auto waren von einer dünnen
Eisschicht bedeckt – es war so gegen Mitternacht. Auf dem Weg durch Berlin
zeigte uns Uwe noch (mit Absicht oder unfreiwillig?) ein paar leicht bekleidete
Mädels, die am Straßenrand auf irgendwelche Leute warteten. Mir war’s egal, wie
spät es war, denn auf der Autobahn schlief ich sowieso. Nachdem wir Sebastians
Autoscheiben in Oppin auch noch vom Frost befreit hatten, ging’s nach einem
langen schönen Tag nach Hause.
Vielen
Dank an Uwe und Ria, die uns so sicher durch den Regen und die Nacht
chauffierten!
Volker Naumann
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